China

China bietet unglaublich viel Kultur. Die alten asiatischen Traditionen werden sehr intensiv gelebt und nur in den grossen Metropolen langsam etwas von der Öffnung gegenüber dem Westen beeinflusst.
Die Chinesiche Mauer ist eines der Wahrzeichen des Landes und für jeden China-Reisenden ein Muss. Der am häufigsten von Touristen frequentierte Abschnitt liegt rund 70 Kilometer nördlich von Peking. Die Verbotene Stadt ist die berühmteste Attraktion Pekings und befindet sich im Zentrum der Stadt. Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt, dies erklärt auch den Namen dieser Sehenswürdigkeit. Die Verbotene Stadt liegt am nördlichen Ende des Platzes des Himmlischen Friedens. 1987 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Heute ist die Verbotene Stadt als Museum für Touristen zugänglich. Täglich strömen tausende Menschen dorthin, um mehr über das Leben der Kaiser von China und die Geschichte des Landes zu erfahren.
Ein weiterer Touristenmagnet in Peking ist das Mao-Mausoleum. Hier ruhen angeblich die konservierten Überreste von Mao Zedong – wohl der Inbegriff des Mao-Kults, der immer noch in China herrscht. Ob es sich um eine Wachsfigur oder um den echten Leichnam des Grossen Führers handelt, ist noch ungeklärt. Vor allem an Feiertagen sollte man sich hier aber auf lange Wartezeiten gefasst machen.
Bei Ihrem Stadtrundgang durch Peking werden Sie auch am Platz des Himmlischen Friedens («Tiananmen guangchang») vorbeikommen. Dieser ist quadratisch angelegt und wurde während der Zeit Maos oft für Massenveranstaltungen genutzt. Im Westen wurde der Platz aber erst 1989 ein Begriff, als Studentenproteste von der Regierung mit Waffengewalt blutig niedergeschlagen wurden.

China hat, natürlich auch aufgrund seiner riesigen Ausdehnung, eine Vielzahl von Landschaften zu bieten. Fruchtbare Flussdeltas und weite Reisfelder wechseln sich mit Steppen und hohen Bergen ab. Zu den bekanntesten Tieren und Pflanzen gehören der Pandabär, die vor allem als Nutztiere eingesetzten Wasserochsen und die Bambuspflanzen.

China ist eine sozialistische Volksrepublik. Die treibende Kraft im Land ist die kommunistische Partei, die alle Geschicke des Landes lenkt. Trotz einiger politischer Unruheherde ist China für Ausländer ein sicheres Reiseland. Das Internet wird in China stark zensiert und überwacht - einige Websiten sind nicht frei zugänglich.

Das bevölkerungsreichste Land der Erde hat eine sehr bewegte Geschichte. Viele Kaiser prägten das Land mit ihren Dynastien, bis sie von kommunistischen Führern wie Mao Zedong abgelöst wurden. Trotz der blutigen Kulturrevolution gegen die Herrschaft von Mao hat der Kommunismus das Land auch heute noch fest im Griff; und weiterhin profitiert nur eine kleine Elite vom grossen Aufschwung des Landes, während der Grossteil der Landbevölkerung in Armut und Arbeitslosigkeit leben muss.
China hat sich zu einem Land mit grossem wirtschaftlichem Einfluss hochgearbeitet, und die schrittweise Öffnung gegenüber dem Westen scheint weiter fortzuschreiten.

Die Millionenstädte Peking und Shanghai bieten ihren Besuchern eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Viele Chinesen entfliehen dem Lärm der Stadt, indem sie einen der vielen riesigen Parks besuchen. Allen Parks ist gemeinsam, dass sie am frühen Morgen von einheimischen Schattenboxern frequentiert werden, Männer ihre Vogelkäfige spazieren tragen und alte Leute ihre Zeit mit chinesischem Schach verbringen.
Am Abend locken in Peking der Houhai-See, wo sich eine Bar mit Live-Musik neben der anderen befindet, oder das Ausländerquartier Sanlitun, das mit vielen interessanten Bars und Clubs bei den Jungen zu punkten weiss.
Karaoke hat seinen Ursprung zwar in Japan, ist aber in China wie in vielen anderen Ländern Asiens eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Meistens trifft man sich mit einer Gruppe von Freunden zum Karaoke. Zusammen mietet man einen Karaoke-Raum, in dem Sofas zum Sitzen und ein Couchtisch stehen. Ausserdem gibt es einen Fernseher, auf dem die Karaoke-Videos gezeigt werden. Über eine Fernbedienung kann man sich dann das gewünschte Lied aussuchen und mitsingen.

China hat viele kulturelle Schätze und Sehenswürdigkeiten zu bieten, die es sich anzuschauen lohnt. Empfehlenswert sind auch Ausflüge in die nähere Umgebung. So ist die 120km von Peking entfernt gelegene Hafenstadt Tianjin, ein pulsierendes Industrie- und Kulturzentrum, innerhalb von 30 Minuten mit dem Schnellzug zu erreichen. Von Shanghai aus lohnt sich ein Besuch der hübschen Städte Hangzhou, Suzhou («Venedig des Ostens»), Tongli und Zhujiajiao.

Die chinesische Küche hat eine lange Geschichte und ist eine der vielfältigsten der ganzen Welt. Die Gerichte zeichnen sich durch Farbe, Duft, Geschmack und schöne Formen aus. Bei der Zubereitung legt man grossen Wert auf Auswahl und Nährwert der Zutaten sowie auf die Gartemperatur.
Das Essen mit Stäbchen ist anfangs eine Herausforderung, aber mit ein wenig Übung ist sogar Reisessen schon bald möglich. In China ist das gemeinsame Essen der wichtigste soziale Anlass. Die traditionellen Tischsitten unterscheiden sich erheblich von den europäischen. So ist es völlig üblich, zu schmatzen und zu schlürfen oder mit vollem Mund zu reden, manchmal sogar zu rülpsen.
Bis auf wenige Ausnahmen bei ethnischen Minderheiten Chinas ist allen chinesischen Küchen eines gemeinsam: die Abwesenheit von Milchprodukten. Grund dafür ist, dass in China, wie in den meisten asiatischen Ländern, die Lactoseintoleranz weit verbreitet ist. Wichtige Nahrungsmittel in der chinesischen Küche sind natürlich Reis, Gemüse und bei den Nutztieren Schweine, Hühner, Gänse und Enten.
Von Norden nach Süden finden sich grosse Unterschiede in Chinas Küche. Während im Norden traditionell eher Getreidegerichte dominieren, werden im Süden vorwiegend Reisgerichte gegessen. Auch wird weiter südlich schärfer gewürzt. Bekannt ist auch die Vorliebe der kantonesischen Küche für – nach europäischen Massstäben – eher ausgefallene Zutaten wie diverse Insekten, Schlangen und Wildtiere.
Das Nationalgetränk der Chinesen ist seit rund zwei Jahrtausenden der Tee. Berühmte Anbaugebiete für Grünen Tee sind Hangzhou und die Bergregionen Sichuans. Hier finden sich auch noch viele alte Teehäuser und -gärten, in denen Sie für ein paar Yuan Teeblätter, heisses Wasser und Knabberzeug für einen gemütlichen Nachmittag bekommen. Eine beliebte Variante ist Tee mit Jasmin oder anderen Blüten.
Alkohol trinken die Chinesen fast nur zum Essen. Neben Bier geniesst man gern klare Schnäpse aus Reis oder Hirse mit schwindelerregendem Alkoholgehalt. Der berühmte «Maotai» aus Guizhou ist nicht jedermanns Geschmack, dafür aber sündhaft teuer. Besser schmeckt Ihnen vermutlich der sherryähnliche «Gelbe Wein», der in Shaoxing hergestellt wird, oder der süssliche Bambusblätterschnaps aus Shanxi.

Mit 9,6 Millionen Quadratkilometern ist die Volksrepublik China flächenmässig das drittgrösste Land der Welt und hat rund 1,3 Milliarden Einwohner. 92% der Chinesen gehören der Han-Nationalität an, die übrigen 8% zählen zu den 55 nationalen Minderheiten, die hauptsächlich im Norden, Westen und Südwesten des Landes leben.
Die offizielle Sprache in China ist Mandarin, daneben gibt es unzählige Dialekte. Jeder fünfte Erdenbürger ist Chinese, und Chinesisch ist die am häufigsten gesprochene Sprache der Welt. Durch Chinas schnelles Wirtschaftswachstum und dem ausserordentlich grossen Marktpotenzial gewinnt die Sprache immer mehr an Bedeutung.
China ist ein unglaublich vielseitiges Land voller Gegensätze und mit grossem kulturellen Reichtum. Den Besucher erwartet eine Welt, die sich zwar in vielen Bereichen dem Westen geöffnet hat, in der die jahrtausendealten Traditionen aber noch immer ein fester Bestandteil des Lebens sind. Stillstand scheint im Reich der Mitte ein Fremdwort zu sein. In rasantem Tempo wachsen neue Grossstädte mit modernsten Verkehrssystemen und touristischen Einrichtungen.
Eine Reise nach China ist nicht nur eine Reise in ein anderes Land, sondern in eine andere Welt, und eröffent wertvolle neue Horizonte.

Wetter
Die beste Reisezeit für die meisten Regionen Chinas sind die Monate April bis Anfang Juni und September bis etwa Mitte November. Im Sommer wird es in ganz China heiss und oft auch schwül. Da die Sommerzeit die Monsunzeit ist und es bei längeren Regenperioden auch empfindlich abkühlen kann, sollte man immer auch ein wärmeres Kleidungsstück dabeihaben.

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